Ich arbeite mit Klangfragmenten, die sich zu atmosphärischen Hörräumen entfalten.
Akustische Poesie aus musikalischen Fragmenten, Geräuschen und elektronischen Resonanzen.
Meine Arbeiten öffnen poetische Hörräume zwischen Musik, Geräusch, Erinnerung und Atmosphäre.
AUDIOPOETIK ist eine Haltung des Hörens.
Bedeutung bleibt in Bewegung
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Gespräche

Phonurgia Nova_2023_audition et discussion (fr)
Ausschnitt Werkstattgespräch mit Frank Halbig 2007
Daniel Deshays, Radio Campus Paris (fr)
Texte
CV

Foto: M. Woodtli 2024
Bernadette Johnson (*1955 in St. Gallen, Schweiz) lebt und arbeitet in Basel. Ihre Arbeit versteht sie als Audiopoetik: eine kompositorische Praxis des Hörens, die sich der Atmosphäre von Klang und Geräusch widmet. Bedeutung bleibt in Bewegung.
Ihre Arbeitsweise entwickelte sich aus einer weitgehend autodidaktischen Auseinandersetzung mit Musik, Tanz und Performance, unter anderem an der Sigurd Leeder School of Dance in Herisau und im elektronischen Studio der Musikakademie Basel. In den 1980er Jahren entstanden aus dem experimentellen Umgang mit Klangmaterial multimediale Arbeiten in Zusammenarbeit mit bildenden Künstler:innen, Tänzer:innen und Performer:innen.
Geprägt von klassischer und experimenteller Musik sowie ihrer Tätigkeit als technische Assistentin und Dokumentarin bei Radio SRF und Memoriav verschob sich ihr Fokus zunehmend in Richtung des Hörens selbst – bei gleichzeitiger Arbeit mit Klang als Material und Medium.
Im Zentrum steht die atmosphärische und emotionale Kraft von Klang und seine Wirkung auf die Wahrnehmung. Dabei setzt sie Klänge minimal ein – nicht als Bedeutungsträger, sondern als Auslöser von Resonanz im Hören selbst.
Ihre Arbeiten eröffnen Situationen konzentrierten Hörens, in denen Klang als sich verändernder Prozess erlebt wird – oft im Zusammenspiel von Bild und Sprache und in unterschiedlichen Hörräumen, vom Rundfunk bis zur installativen Situation.
Ausgezeichnet wurde sie unter anderem mit dem Karl-Sczuka-Förderpreis und dem Phonurgia Nova Award; zudem erfuhren ihre Arbeiten Anerkennung durch das Forum für Klanglandschaft, Forum Wallis und in der Finalauswahl des Prix Russolo 2025.
Präsentationen von Klangkompositionen u.a. im Klangturm St.Pölten, KlangTheater des Radiokulturhauses Wien, Festival für elektroakustische Musik Bourges, Donaueschinger Musiktage, Musée Réattu Arles (balcon d’écoute), IRCAM Paris, Winterthurer Hörspielmarathon, Hörbar Freiburg, Altes Magazin Hannover, VoxNovum, Soundlab Vl, Nuit bleue Arc et Senans, Ohrenhoch Hörgalerie Berlin, Aufbauhaus Berlin, Ars electronica Forum Wallis, Festival Monestiés…
Radiosendungen: Schweizer Radio SRF, Österreichischer Rundfunk, Radio France, Deutschlandradio Kultur, Südwestrundfunk, Radio Campus Paris und Radio LoRa Zürich, Colaboradio Berlin, RadioX Basel, JETFM Nantes