Wilder Chor

 

Ein gedehnter Jodelchor – am Rand des Stillstands. Harmonie, die trägt und sich auflöst in freies Rufen und wildes Tönen. Stimmen vermischen sich mit Rascheln, Flügelschlägen, tierischen Lauten. Hybride Wesen singen in tropischer Hitze. Der Klang steht wie ein Duft im Raum: flüchtig, nah, offen für Erinnerung. Wilder Chor ist ein atmendes Gewebe aus Stimmen, Geräuschen und elektronischen Klängen. Durch Dehnung, Verlangsamung und Überlagerung entsteht ein Zwischenraum, ein offenes Feld für intuitives Lauschen und persönliche Resonanz. Hier begegnen sich Menschliches und Nichtmenschliches, Klang und Stille, Nähe und Fremdheit. In der Schwebe des Klangs entsteht ein leiser Kontrapunkt zum Tempo der Welt, zu Kontrolle und klaren Grenzen. Ein verweilendes Hören, offen für Wandel und Unschärfe.